Dieser Beitrag wurde mit KI erstellt.
In EDK II, dem Open-Source-Code, auf dem die UEFI-Firmware vieler Server und PCs aufbaut, steckt eine kritische Lücke: CVE-2026-97631, vom Projekt TianoCore mit 9,5 von 10 Punkten bewertet. Betroffen sind Geräte, die per PXE über das Netzwerk starten. Prüfe deshalb jetzt, welche deiner Server PXE nutzen, und schalte es ab, wo du es nicht brauchst.
Was passiert ist
Der Fehler sitzt im Treiber für den Netzwerkstart. Er kopiert ICMP-Fehlermeldungen in einen Puffer fester Größe und prüft die Länge falsch, sowohl unter IPv4 als auch unter IPv6. Eine einzige präparierte Nachricht an einen Rechner, der gerade per PXE startet, überschreibt so benachbarten Speicher. Im einfachsten Fall hängt der Start, im schlimmsten Fall läuft fremder Code, bevor das Betriebssystem und Secure Boot greifen. Der fehlerhafte Code stammt laut The Hacker News aus dem Jahr 2010.
Gefunden haben die Lücke Alex Matrosov (Anthropic) und Dan Holmes-Mitra (Google). Geplant war die Veröffentlichung für Januar 2027, doch eine öffentlich sichtbare Korrektur im Entwicklungszweig von EDK II hat sie vorzeitig bekannt gemacht. Am 22.10.2026 hat TianoCore die Sicherheitswarnung veröffentlicht, heise online berichtete am 28.10.2026.
Wer betroffen ist
- Nur Geräte mit PXE-Start: Ein Server, der von seiner lokalen Festplatte oder SSD startet, ist nicht angreifbar.
- Angreifer im lokalen Netz: Red Hat und SUSE stufen die Lücke so ein, dass der Angreifer im selben Netz sitzen muss, nicht im Internet. Realistisch ist also jemand, der bereits einen Rechner im Firmennetz kontrolliert.
- Viele Hersteller: Die Firmware-Anbieter AMI, Insyde und Phoenix bauen auf EDK II auf, ebenso Microsofts Ableger Project Mu. Red Hat, SUSE und Debian führen ihre edk2-Pakete als betroffen.
- Noch kein Angriff bekannt: Ausgenutzt wird die Lücke nach bisherigem Stand nicht.
Eine fertige Firmware gibt es für die meisten Geräte noch nicht. Die Korrektur steckt seit dem 15.10.2026 im Entwicklungszweig von EDK II, aber in keiner stabilen Version. Microsoft hat sie in Project Mu am 26.10.2026 übernommen. Die Server-Hersteller müssen sie nun in ihre BIOS- und UEFI-Updates einbauen.
Was du jetzt tun solltest
- Bestand prüfen: Welche Server, PCs und Netzwerkgeräte starten per PXE? Das zeigt die Bootreihenfolge im BIOS oder in der Management-Oberfläche wie HPE iLO oder Fujitsu iRMC.
- PXE abschalten, wo es nicht gebraucht wird: Steht der Netzwerkstart nur als Fallback in der Bootreihenfolge, nimm ihn heraus.
- Bootnetz trennen, wo PXE nötig ist: Arbeitsplätze und Gäste-WLAN dürfen keine Pakete in das Netz schicken, über das die Server starten.
- Firmware-Updates einplanen: Sobald dein Hersteller ein BIOS- oder UEFI-Update mit der Korrektur veröffentlicht, spiel es in einem Wartungsfenster ein.
So helfen wir dir
Für HPE-Server und Fujitsu-Server übernehmen wir Firmware- und BIOS-Updates. Getrennte Netze für Gäste, Arbeitsplätze und Server richten wir bei Netzwerk & WLAN mit Firewall und VLANs ein. Mit der IT-Betreuung & Monitoring überwachen wir deine Server rund um die Uhr und melden uns bei fälligen Firmware-Updates deiner Netzwerkgeräte. Wie wichtig regelmäßige Updates sind, zeigt auch der Microsoft-Patchday im Oktober.
Du willst wissen, ob deine Server betroffen sind? Schreib uns an support@baebeca.de oder ruf an unter 02261-81616-0 – wir prüfen deinen Bestand mit dir.